3. Klassische Installation¶
Die klassische Installation ist der direkteste und transparenteste Weg. Sie eignet sich besonders, wenn Sie eine feste Linux-Umgebung mit Webserver, PHP und Datenbank selbst betreiben.
3.1. Zielbild¶
Sie erhalten:
- einen lokalen Pfarrplaner-Quellcode-Checkout
- installierte PHP- und npm-Abhängigkeiten
- gebaute Frontend-Assets
- eine fertige
.env - eine initialisierte Datenbank
- ein erstes Super-Admin-Konto
3.2. Server vorbereiten¶
Vor git clone sollten diese Punkte fertig sein:
- DNS-Eintrag und öffentliche URL
- HTTPS-Zertifikat
- Datenbank und Datenbankbenutzer
- Webserver-VHost auf
.../pfarrplaner/public - Systembenutzer, unter dem Webserver und Deployments arbeiten
- Schreibrechte für
storage/undbootstrap/cache/
3.3. Quellcode holen¶
git clone https://codeberg.org/pfarr.tools/pfarrplaner.git
cd pfarrplaner
3.4. PHP-Abhängigkeiten installieren¶
composer install --no-dev --optimize-autoloader
Wenn Composer schon hier scheitert, sind fast immer PHP-Version oder PHP-Erweiterungen unvollständig.
3.5. Frontend-Abhängigkeiten und Assets¶
npm install
npm run build
Planen Sie dafür genügend Speicher und CPU-Zeit ein. Auf sehr kleinen Servern ist es oft sinnvoll, Assets in einer Build-Umgebung zu erzeugen und erst dann auf das Zielsystem zu übertragen.
3.6. Laufzeitverzeichnisse und Rechte¶
Typischerweise brauchen mindestens diese Verzeichnisse Schreibrechte:
storage/bootstrap/cache/
Rechte sollten zum Webserver-Benutzer und zu Ihrem Deployment-Benutzer passen. Vermeiden Sie pauschale globale Schreibrechte, wenn gezieltere Rechte möglich sind.
3.7. Neuer CLI-Installer¶
Die produktive Erstinstallation erfolgt mit:
php artisan pfarrplaner:install
Der Installer fragt unter anderem ab:
- Anwendungsname
- öffentliche URL
- Anwendungsumgebung
- Debug-Modus
- Datenbanktyp und Datenbankzugang
- Mail-Absender
- erstes Super-Admin-Konto
Er schreibt die .env, erzeugt Schlüssel, führt Migrationen aus, seedet Rollen und legt das erste Super-Admin-Konto an.
3.8. Nicht-interaktive Installation¶
Für automatisierte Deployments kann der Installer auch mit Optionen aufgerufen werden, zum Beispiel:
php artisan pfarrplaner:install \
--app-name="Pfarrplaner Musterstadt" \
--app-url="https://planer.example.org" \
--app-env=production \
--app-debug=false \
--db-connection=mysql \
--db-host=127.0.0.1 \
--db-port=3306 \
--db-database=pfarrplaner \
--db-username=pfarrplaner \
--db-password="geheim" \
--admin-first-name="Maria" \
--admin-last-name="Muster" \
--admin-email="admin@example.org" \
--admin-password="sehr-geheim" \
--mail-from-address="pfarrplaner@example.org" \
--mail-from-name="Pfarrplaner"
3.9. Nacharbeiten nach dem Installer¶
Nach der Erstinstallation sollten Sie mindestens noch:
php artisan optimizeausführen.- Mailversand testen.
- Login mit dem Super-Admin prüfen.
- Scheduler und Queue-Worker einrichten.
- Backup-Strategie festlegen.
- Chromium-gestützte Ausgaben oder Screenshots testweise ausführen.
3.10. Scheduler und Queue¶
Für den Scheduler gehört ein Cronjob auf den Server, typischerweise einmal pro Minute:
* * * * * cd /pfad/zu/pfarrplaner && php artisan schedule:run >> /dev/null 2>&1
Falls Queue-Jobs genutzt werden, richten Sie zusätzlich einen dauerhaft laufenden Worker ein, zum Beispiel über systemd oder supervisord.
3.11. Webserver-Prüfliste¶
APP_URLstimmt mit der echten öffentlichen URL überein.- Der VHost zeigt auf
public/. APP_DEBUGist in produktiven Umgebungen ausdrücklich auffalsegesetzt.- Entwickler-Helfer wie Ignition-, Boost-, Telescope- oder Dusk-Endpunkte werden nur bei bewusst gesetzten Umgebungsvariablen aktiviert.
- PHP-FPM oder mod_php nutzt die richtige PHP-Version.
- Upload-Limits passen zu Dateianhängen und Importen.
- Timeouts sind nicht zu knapp.
3.12. Wann dieser Weg sinnvoll ist¶
Die klassische Installation ist meist die beste Wahl, wenn:
- Sie Linux, PHP und Webserver selbst verwalten.
- Sie Dateipfade und Systemdienste direkt kontrollieren möchten.
- Sie Updates bewusst und manuell einspielen wollen.